Ich kann nicht malen — was dieser Glaubenssatz mit dir macht und wie du ihn überwinden kannst

Ich kann nicht malen — was dieser Glaubenssatz mit dir macht und wie du ihn überwinden kannst

Würdest du gerne malen, tust es aber nicht, weil du das Gefühl hast eh nicht malen zu können oder dass alle anderen viel besser malen können als du?

Mit diesen Gedanken bist du nicht alleine.

Viele Menschen bekommen schonen in der Schulzeit gesagt, dass sie nicht malen können. Vielleicht hast du auch schon die ein oder andere schlechte Note im Kunstunterricht bekommen oder du konntest eine kreative Aufgabe einfach nicht lösen, weil dir vermeintlich das Talent dazu fehlt.

Der Glaubenssatz nicht malen zu können hat sich Wahrscheinlich seit deiner Kindheit fest in deinem Gehirn eingebrannt und du hast deswegen auch nach der Schulzeit nie wieder ein einen Pinsel in die Hand genommen.

WAS DIESER GLAUBENSSATZ MIT DIR MACHT

Trotz alledem erwischst du dich manchmal, wie du die schönen Werke anderer Menschen betrachtest, wie sie den Künstlern scheinbar ganz leicht von der Hand gehen und insgeheim wünschst du dir, es ihnen gleich zu tun. Aber weil du ja nicht malen kannst, versuchst du es natürlich erst gar nicht.

Und wenn du es dann doch mal überwindest, traust du dich nicht es jemanden zu zeigen. Du versteckst dein Hobby, weil du denkst nicht gut genug zu sein und weil deine Werke es nicht wert seien gezeigt zu werden.

Die Frage dabei ist, was bedeutet es überhaupt, malen zu können. Wann ist ein Bild gut genug und welche Kriterien gibt es dafür?

Bedeutet malen können, die Technik zu beherrschen und realistische Porträts zu malen oder mit Leichtigkeit einen Van Gogh zu kopieren?

Ich bin der Meinung nein. Kunst kommt immer aus unserem Inneren, dafür gibt es keine Kriterien und auch keine Regeln. Erlaubt ist, was uns Freude bereitet.

Zum Glück sind wir alle unterschiedlich. Was uns gefällt und anspricht, ist subjektiv aber indem wir uns von dem Glaubenssatz „ich kann nicht malen“ leiten lassen, entgehen uns viele schöne Momente und die Chance etwas neues zu lernen und uns weiterzuentwickeln. 

BRAUCHT ES TALENT ZUM MALEN?

Oft werde ich in den Workshops gefragt, ob es Talent braucht, um Aquarell malen zu lernen. Über diese Frage habe ich in den letzten Wochen viel nachgedacht. Ich bin der Meinung, dass man kein Talent braucht, um malen zu lernen. Wer motiviert ist und sich Zeit nimmt, zu üben und Erfahrungen zu machen, der wird sich auch verbessern und lernen. Natürlich kann ein gewisses Talent es erleichtern, vor allem auch, weil man dann weniger gehemmt ist, Dinge auszuprobieren. Aber letztendlich es ist das Wichtigste, neugierig und zu sein und die richtige Einstellung zu haben.

Unsere Erwartungen an uns selber sind meistens zu hoch. Wir fangen an und möchten es gleich perfekt umsetzten. Dabei geht aber die Freude und Leichtigkeit verloren, weil wir schnell merken, dass wir unsere hochgesteckten Ziele nicht erreichen.

Versuche dich davon zu lösen. Du denkst, dass du nicht malen kannst, weil du dieses perfekte Bild im Kopf nicht erreichst oder besser gesagt, noch nicht erreichst. Genieße lieber den Prozess des Malen, etwas zu erschaffen und Farben fließen zu sehen. Mach dich frei von Erwartungen und tue, was dir gut tut. Und ganz wichtig: Habe vertrauen in dich selber. Du wirst dich verbessern! Das kann aber nur passieren, wenn du es tust. Glaube mir, wenn du in einem Jahr zurück blickst und dir deine ersten Bilder anschaust, wirst du überrascht sein wie sehr sich deine Bilder verändert haben.

DAS GEFÜHL BLEIBT DAS GLEICHE

Erlaube scheitern, gib deine Erwartung von Perfektion auf, male ohne Angst und lasse Kreativität zu. So kann dir das Malen dabei helfen, das Schöne um dich herum zu sehen. Es kann dir einen Ausgleich im Alltag geben, dir dabei helfen, zur Ruhe zu kommen, den Kopf auszuschalten und dich Verbunden mit dir selbst zu fühlen. Und das alles ist unabhängig davon, ob du Talent zum Malen hast, ob du grade erst anfängst oder schon Profi bist.

Egal wie gut deine technischen Fähigkeiten sind und wie erfahren du bist, das erfüllende Gefühl und die Freude etwas erschaffen zu haben ist bei allen gleich. Erlaube dir also, dem Moment zu genießen, in den kreativen Fluss zu kommen und abzuschalten.

WIE KANNST DU DIESEN GLAUBENSSATZ ÜBERWINDEN?

Ich glaube, der einzige Weg, um dem negativ belasteten Glaubenssatz entgegen zu wirken, ist, einfach zu malen. Am Anfang muss man sich vielleicht ein bisschen zwingen, aber man wird schnell Erfolge sehen und spüren, welche positiven Effekte das Malen für einen persönlich hat. 

Ich finde es dabei wichtig, sich am Anfang nicht zu überfordern. Nimm dir einen Abend in der Woche, trage dir im Terminkalender "Aquarellabend" ein und male drauf los. Oder du versuchst täglich zumindest 15 Minuten zu malen. Dabei helfen können dir Anleitungen, Abonnements von Mallernvideos, Vorlagen oder kurze Reels bei Instagram. Halte die Augen offen und speichere dir ab, was du mal ausprobieren möchtest, damit du zu deinem Mal Date mit dir selber nicht zu lange überlegen und suchen musst.

Das Wichtige hier ist wirklich, die Hürden beseitigen, damit man gleich loslegen kann. Dich nervt das Aufbauen deines Malplatzes? Dann lege dir schonmal alles was du brauchst auf ein Tablett, welches du dir nur noch auf den Tisch stellen musst, sobald du malen möchtest. Dein Skizzenbuch und deinen Lieblingsstift könntest du auch direkt in Sichtweite auf den Couchtisch legen. So wirst du öfter danach greifen, bevor du den Fernseher anmachst.

Sehr hilfreich kann auch der Austausch mit anderen kreativen Menschen sein. In deinem Bekanntenkreis gibt es bestimmt jemanden, der auch gerne mehr malen würde. Ihr könntet euch regelmäßig treffen oder eure Bilder und Erfolge per Nachricht hin und her schicken. Das motiviert dich dran zu bleiben.

Genau so hilfreich und inspirierend kann der Besuch eines Kurses oder eines Workshops sein. Dabei lernst du viel über die Techniken und hast gleichzeitig die Möglichkeit, dich mit anderen Menschen, die an dem gleichen Punkt stehen wie du zu verbinden und dich auszutauschen. 

Was solltest du also zusammenfassend tun, wenn du malen möchtest, obwohl du das Gefühl hast, nicht malen zu können?

- komm in die Routine und male regelmäßig
- bleib neugierig und probiere neue Dinge aus
- sei geduldig mit dir selber
- genieße den Prozess und versteife dich nicht auf das Endergebnis
- lasse Fehler zu und erlaube dir Fehler zu machen
- tu, was dir Spaß macht, unabhängig davon, was richtig ist
- suche dir Gleichgesinnte

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Rebecca Roeder

Ich bin Aquarell Illustratorin, kreativer Kopf und Mama. Bei mir findest du: florale Aquarellillustrationen, viele Blumen, Line Art, zarte Muster und Farben, kreativen Input undkreativen Austausch

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